Welche Antidekubituskissen gibt es für den Rollstuhl?

Für Rollstuhlnutzende gibt es spezielle Antidekubitussitzkissen aus Schaumstoff, Gel oder Luft. Sie verteilen den Druck gleichmäßig und schützen vor Druckgeschwüren am Steißbein und den Sitzbeinhöckern. Die Wahl des richtigen Kissens hängt vom Dekubitusrisiko, der Sitzstabilität und dem persönlichen Komfort ab.

Warum ein normales Kissen nicht ausreicht

Ein gewöhnliches Sitzkissen verteilt den Druck nicht ausreichend. Wer täglich viele Stunden im Rollstuhl sitzt, benötigt ein speziell entwickeltes Antidekubituskissen, das den Druck auf die empfindlichen Sitzbeinhöcker und das Steißbein gezielt reduziert.

Schaumstoffkissen

Schaumstoffkissen mit viskoelastischem (memory foam) oder profiliertem Schaum passen sich der Körperform an und verteilen den Druck gleichmäßig. Sie sind einfach zu pflegen, leicht und für viele Alltagssituationen gut geeignet. Sie eignen sich bei geringem bis mittlerem Dekubitusrisiko.

Gelkissen

Gelkissen bestehen aus einem weichen Gel, das sich dem Körper anpasst und eine sehr gleichmäßige Druckverteilung bietet. Sie sind schwerer als Schaumstoffkissen, bieten aber oft mehr Komfort und Stabilität. Gelkissen sind für mittleres bis erhöhtes Dekubitusrisiko geeignet.

Luftkissen

Luftkissen bestehen aus mehreren miteinander verbundenen Luftzellen. Der Luftdruck kann individuell angepasst werden, um optimale Druckentlastung zu erreichen. Sie sind die effektivste Lösung bei hohem Dekubitusrisiko, erfordern aber regelmäßige Kontrolle des Luftdrucks.

Worauf Sie bei der Auswahl achten sollten

  • Dekubitusrisiko: Je höher das Risiko, desto mehr Druckentlastung wird benötigt
  • Sitzstabilität: Manche Kissen sind weicher und können die Sitzstabilität beeinflussen
  • Gewicht: Relevant für den Transport
  • Pflegeaufwand: Luftkissen erfordern mehr Wartung als Schaum- oder Gelkissen

Eine persönliche Beratung hilft, das richtige Kissen zu finden. Kontaktieren Sie Vita Aktiv für eine unverbindliche Einschätzung.