Wie oft sollte man bettlägerige Personen umlagern?

Bettlägerige Personen sollten in der Regel alle zwei Stunden in eine neue Position gebracht werden – auch nachts. Bei hohem Dekubitusrisiko oder bereits bestehenden Druckstellen können kürzere Intervalle notwendig sein. Eine Antidekubitusmatratze kann die Intervalle verlängern, ersetzt das Umlagern aber nicht vollständig.

Warum Umlagern so wichtig ist

Beim Liegen in einer Position konzentriert sich der Körperdruck auf bestimmte Stellen. Nach etwa zwei Stunden beginnt die Durchblutung in diesen Bereichen kritisch zu werden. Durch regelmäßiges Umlagern wird der Druck auf andere Körperstellen verteilt und die Durchblutung wiederhergestellt.

Das 2-Stunden-Intervall als Richtwert

Das Umlagern alle zwei Stunden gilt als allgemeiner Richtwert in der Pflege. Dieser Rhythmus sollte konsequent eingehalten werden – auch nachts. Ein Lagerungsplan hilft dabei, den Überblick zu behalten und sicherzustellen, dass keine Position zu lange eingehalten wird.

Wenn das Intervall angepasst werden muss

Bei erhöhtem Dekubitusrisiko oder bereits bestehenden Druckstellen kann ein kürzeres Intervall – zum Beispiel alle 1 bis 1,5 Stunden – notwendig sein. Die individuelle Situation sollte mit einer Pflegefachkraft besprochen werden.

Die 30-Grad-Schräglagerung

Eine bewährte Lagerungsposition ist die 30-Grad-Schräglagerung: Die Person liegt leicht schräg auf einem Lagerungskeil, wodurch das Steißbein vollständig entlastet wird. Dieser Winkel ist sanfter als die 90-Grad-Seitenlage und für viele Personen angenehmer.

Entlastung durch geeignete Hilfsmittel

Eine Wechseldruckmatratze kann das Umlagern ergänzen und die Intervalle in manchen Fällen verlängern. Sie ersetzt das Umlagern aber nicht vollständig.

Wenn Sie Fragen zur richtigen Lagerung haben, helfen wir Ihnen gerne weiter. Kontaktieren Sie Vita Aktiv für eine unverbindliche Einschätzung.