Welche Körperstellen sind besonders druckgefährdet?

Besonders druckgefährdet sind Körperstellen mit wenig Weichteilpolster direkt über einem Knochen: vor allem Fersen, Steißbein, Hüften und Schulterblätter. Diese Stellen müssen bei bettlägerigen oder sitzenden Personen regelmäßig kontrolliert und entlastet werden.

Warum bestimmte Stellen besonders gefährdet sind

Überall dort, wo Knochen nah unter der Haut liegen und wenig schützendes Fettgewebe vorhanden ist, konzentriert sich der Körperdruck beim Liegen oder Sitzen auf einen kleinen Bereich. Die Durchblutung wird eingeschränkt, das Gewebe wird nicht ausreichend mit Nährstoffen versorgt – und bei anhaltendem Druck entsteht ein Druckgeschwür.

Die wichtigsten Risikostellen im Überblick

Beim Liegen auf dem Rücken:

  • Fersen (sehr häufig betroffen)
  • Steißbein und Kreuzbein
  • Schulterblätter
  • Hinterkopf
  • Ellbogen

Beim Liegen auf der Seite:

  • äußere Knöchel
  • Knieinnenseite
  • Hüfte (Trochanter)
  • Schulter und Ohr

Im Rollstuhl sitzend:

  • Steißbein und Sitzbeinhöcker
  • Fersen und Knöchel an den Fußrasten
  • Schulterblätter

Was zu tun ist

Alle diese Stellen sollten bei gefährdeten Personen täglich sorgfältig inspiziert werden. Rötungen, die nach kurzer Entlastung nicht verschwinden, sind ein Frühzeichen und erfordern sofortige Maßnahmen. Geeignete Lagerungshilfen und eine Antidekubitusmatratze können das Risiko erheblich reduzieren.

Wenn Sie Unterstützung bei der Versorgung suchen, kontaktieren Sie Vita Aktiv für eine unverbindliche Beratung.